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»Unter Kindertränen auch ein Abschied vom Rechtsstaat«, war auf Plakaten und Aufklebern zu lesen. Der öffentliche Protest hessischer Familien richtete sich gegen jenen staatlichen Verwaltungsapparat, der landauf, landab durch besondere Unmenschlichkeit auffällt: Deutschlands Jugendämter! Wie sollte ich mit dieser Institution in Konflikt geraten?, könnte ein Gedanke sein, der Ihnen spontan durch den Kopf geht. Sie werden es kaum glauben, aber es ist eher wahrscheinlich als unwahrscheinlich, »damit« Bekanntschaft zu machen. Wer Pflege- oder Adoptivkinder aufnimmt, das versteht sich von selbst, hat zwangsläufig Tuchfühlung mit dieser Sorte Staatsbürokraten. Aber auch in Trennungs- und Scheidungssituationen mit minderjährigen Kindern tritt das Jugendamt auf den Plan. Immerhin lassen sich beinahe die Hälfte aller deutschen Ehepaare scheiden. Kindergärten und Schulen sind weitere Gefahrenquellen. Ohne Ihr Wissen könnte sich in diesen vermeintlich sicheren Einrichtungen ein Unglück zusammenbrauen: Ihr Sprössling wird von Pädagogen ausgehorcht! Wehe, die Frager haben abwegige Fantasien und schalten die staatlichen Kinderschützer ein. Zahllose Tragödien nahmen genau »so« ihren Anfang. Zurück blieben restlos zerstörte Familien! Allerdings könnte auch der streitbare Nachbar für behördliche Aktivitäten sorgen. Nämlich dann, sollte er auf die Idee verfallen, Sie anonym anzuschwärzen. Eine weitere Konfrontationsmöglichkeit lässt sich hingegen selbst verhindern. Fühlen Sie sich mit Ihrem Kind überfordert? Sind die schulischen Leistungen eingebrochen? Sind Sie erzieherisch ratlos? Bitte, tun Sie alles für Ihr Kind, aber wenden Sie sich niemals im guten Glauben an Ihr Jugendamt, um dort Rat oder Beistand zu erhoffen. Achtung! Ebenso empfiehlt es sich, Beratungsstellen zu meiden, die der Behörde nahestehen. Das gilt im Besonderen für feministische Einrichtungen. Wer sich aus beruflichen Gründen eine Tagesmutter über eine Jugendbehörde vermitteln lässt, übt sich unwissentlich im Russisch-Roulette. Es kann gut gehen – muss aber nicht. Die Möglichkeit besteht, sein geliebtes Kind für immer zu verlieren.
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